Faktorisierungsrechner
Durchgerechnetes Beispiel
Lösung mit Rechenweg
Schritt 1 / 4
Gemeinsamen Faktor suchen
6, 11 und 10 haben keinen gemeinsamen Faktor, also weiter.
Schritt 2 / 4
Das ac-Paar finden
ac = 6 · (−10) = −60; das Paar 15 und −4 hat das Produkt −60 und die Summe 11.
Schritt 3 / 4
Durch Gruppieren faktorisieren
Klammere aus der ersten Gruppe 3x und aus der zweiten −2 aus.
Schritt 4 / 4
Gemeinsamen Binom ausklammern
Probe: (3x − 2)(2x + 5) = 6x² + 15x − 4x − 10 = 6x² + 11x − 10.
Ergebnis
(3x − 2)(2x + 5)
So nutzt du den Faktorisierungsrechner
Gib ein Polynom ein: Dieser Faktorisierungsrechner zerlegt es vollständig über den ganzen Zahlen, nennt in jedem Schritt das verwendete Verfahren und multipliziert am Ende aus, um das Ergebnis zu bestätigen.
- Gib den Term ein, den du faktorisieren willst, zum Beispiel 6x² + 11x − 10.
- Klicke auf Lösen. Der Rechner klammert zuerst den größten gemeinsamen Faktor aus.
- Dann wählt er das passende Verfahren: Trinom (ac-Methode), dritte binomische Formel, Summe oder Differenz von Kuben oder Gruppieren.
- Im letzten Schritt werden die Faktoren zur Probe ausmultipliziert.
Faktorisieren mit der ac-Methode
Um ax² + bx + c zu faktorisieren, suchst du zwei Zahlen, deren Produkt a·c und deren Summe b ist. Zerlege den mittleren Term mit diesen Zahlen und faktorisiere durch Gruppieren. Gibt es keine solchen ganzen Zahlen, ist der Term über den ganzen Zahlen nicht zerlegbar.
Suche immer zuerst einen gemeinsamen Faktor; das erleichtert alle weiteren Schritte. Die binomischen Formeln wie a² − b² = (a − b)(a + b) solltest du auf einen Blick erkennen.
Beispiel zum Faktorisierungsrechner: Differenz zweier Kuben
Bei x³ − 27 sind beide Terme Kuben: x³ ist die dritte Potenz von x und 27 die dritte Potenz von 3. Verwende a³ − b³ = (a − b)(a² + ab + b²) mit a = x und b = 3. Der erste Faktor lautet x − 3, der zweite x² + 3x + 9. Dieses Muster faktorisiert einen kubischen Ausdruck, ohne mehrere Zahlenpaare erraten zu müssen.
Prüfe das Ergebnis des Faktorisierungsrechners durch Ausmultiplizieren beider Faktoren. Die mittleren Terme heben sich auf und ergeben wieder x³ − 27. Faktorisieren schreibt den ursprünglichen Ausdruck als Produkt. Sollst du stattdessen x³ − 27 = 0 über den reellen Zahlen lösen, ist die reelle Lösung x = 3. Gib diese Gleichung und den Zahlenbereich an, bevor du aus Faktoren Lösungen ableitest.
Faktorisierungsbeispiel: Quadrate und gemeinsamer Faktor
Der Ausdruck 4x² − 9y² ist eine Differenz zweier Quadrate, nämlich (2x)² und (3y)². Mit a² − b² = (a − b)(a + b) erhältst du (2x − 3y)(2x + 3y). Ein Pluszeichen zwischen den ursprünglichen Quadraten verlangt eine andere Untersuchung; die Regel gilt nicht für eine Summe von Quadraten.
Klammere bei 4x³ − 36x zuerst den größten gemeinsamen Faktor 4x aus. Übrig bleibt x² − 9, sodass dasselbe Quadratmuster zu 4x(x − 3)(x + 3) führt. Der gemeinsame Faktor muss im Ergebnis stehen: Ohne 4x entsteht ein anderes Polynom. Multipliziere das gesamte Produkt aus, um den führenden Term und die Terme mit niedrigerem Grad zu prüfen.
Häufige Fragen
Was bedeutet vollständig faktorisieren?
Jeder Faktor ist unzerlegbar: Keiner lässt sich über den ganzen Zahlen weiter faktorisieren. Zum Beispiel ist 2x² − 8 = 2(x − 2)(x + 2), nicht nur 2(x² − 4).
Kann er Polynome mit zwei Variablen faktorisieren?
Ja. Terme wie 4x² − 9y² oder x² + 5xy + 6y² nutzen dieselben Verfahren mit beiden Variablen.
Was, wenn sich ein Polynom nicht faktorisieren lässt?
Der Rechner erklärt den Grund, etwa wenn kein ganzzahliges Paar das Produkt ac und die Summe b hat, und gibt an, dass der Term über den ganzen Zahlen unzerlegbar ist.
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